Das digitale Update vom 05. Mai 2022



  • Intrisan: Das ZDF dreht eine Doku über Xavier Naidoos Radikalisierung, beballert ihn mit Interviewanfragen und kurz vor ihrer Deadline für seine Rückmeldung erscheint sein Distanzierungsvideo. Zufall? Ihr Jonathan Frakes.

  • Ok, cool: Offene Briefe sind tot. Jeder virale Aufreger-Content ist ja im Prinzip schon einer. Dann guckt man noch, welche berühmte Personen geliked haben, kommentiert oder geteilt: Schwupps, das sind die Unterzeichners. Das wird dann einfach durch alle Feuilletons gejagt. Same shit, new format. Umbenennungsvorschlag: offener Beef. (Aufs Thema gekommen durch Übermedien und, äh, Evangelisch.de)

  • Innenministerin Faeser will bis 2025 behördlichen Antragsshit wie Arbeitslosengeld oder Ummeldung online regelbar machen. Wenn das passiert, feiern wir alle eine riesengroße Party in einer fristgerecht online gemeldeten Dachterrassenbude in der Hauptstadt.

  • Deutschland ist in Sachen Pressefreiheit 3 Ränge abgerutscht und damit auf Rang 16 von 180 Ländern, melden die Reporter ohne Grenzen. Die Gründe: abnehmende Medien­vielfalt, Gewalt bei Demonstrationen und eine Gesetz­gebung, die Medien­schaffende und ihre Quellen gefährdet.

  • Die Selbstständigkeit läuft ganz cool. Letztes Jahr wollte ich Trauerrednerin werden, dann Bestatterin, dann blieb ich erstmal bei meinen Leisten (Digitalschmonz). Meinem Bedürfnis, den Tod aus der Schmuddelecke zu holen, kann ich trotzdem nachgehen und arbeite jetzt mit dem Digitalschmonz für einen Bestatter. Das ist gut, denn die letzten 2 Jahre ist viel passiert mit der Trauerkultur und dem Dialog um den Tod. @bestattungenburger zum Beispiel ist einer der größten TikToker in Deutschland und Podcasts zum Thema schießen aus dem Boden. Gut so. I'll keep you posted.